Mit dem Camper in Canada

Wir sind wieder on tour!

Berichte von 06/2017

21Juni
2017

Heimreise

Gefahrene Kilometer: 31
Start: Vancouver/Burnaby
Ziel: Vancouver/Delta - Fraserway

So, nun ist der Tag tatsächlich gekommen -> geht es wieder nach Hause.  

In den letzten 4 Wochen haben wir wahnsinnig viele und tolle Momente erlebt. Den Tag heute durchleben wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Natürlich könnte unser Urlaub noch ewig so weitergehen (zu sehen gäbe es in Kanada noch mehr als genug), aber trotz allem freuen wir uns auch ein bisschen auf zu Hause.

Am Vormittag haben wir alle Schränke ausgeräumt, alle Tanks geleert und ein Carepaket mit Waschmittel, Spülmittel, Kaffeefilter etc. auf dem Campingplatz hinterlassen.

Unsere Koffer hatten wir bei Fraserway eingelagert, so dass fürs Erste unser Bett als Klamottenablage herhalten musste.

Um spätestens 12 Uhr war Abgabetermin bei Fraserway. Nachdem unser ganzer Kram auch noch in die Koffer musste, waren wir schon um 11 Uhr vor Ort. Aus unserer Erfahrung vom letzten Jahr haben wir mit einer langwierigen Rückgabeprozedur gerechnet. Bei Fraserway war diese allerdings völlig unkompliziert und in 5 Minunten erledigt. Bei der Erledigung der Formalitäten hat uns Fraserway für die 2 Tage, an denen unsere Heizung nicht funktioniert hat, eine Entschädigung bezahlt. Ein wirklich toller Service!!!

So ging es dann, wesentlich früher als erwartet, mit dem Shuttle zum Flughafen. Am Flughafen angekommen, war die erste Info, dass wir 45 Minuten später boarden. Wir hatten uns eh schon auf einige Stunden Wartezeit eingestellt und noch mal 2 Stunden mehr -> so what. Wir haben ja immerhin noch Urlaub :-)

4 Stunden haben wir jetzt schon hinter uns gebracht und nun sitzen wir am Gate und hoffen, dass die nächsten 2 Stunden hier und die 10,5 im Flieger dann einigermaßen schnell vergehen.

 

20Juni
2017

Vancouver - Abschied nehmen

Die letzten Wochen waren sehr ereignis- und bewegungsreich. Um den morgigen Rückreisetrag bewegungstechnisch auszugleichen, war heute noch mal laufen angesagt.

Begonnen haben wir mit der Umrundung des Burnaby Lake. Einen Teil sind wir ja bereits gestern gelaufen und heute ging es dann bei dicken Wolken und zum Teil leichten Nieselregen komplett außenrum. Dabei sind wir dann auch auf die extra gebaute Aussichtsplattform, die sich gut fü rein Panoramabild angeboten hat.

Den frühen Nachmittag haben wir ausruhend auf dem Campingplatz verbracht. Zum Glück haben sich die Wolken verzogen und bei strahlend blauen Himmel und Sonnenschein ging es dann mit dem Skytrain nach Downtown.

Unser erster Weg war noch mal zum Wasser. Dort haben wir uns nach 4 tollen Wochen mit ein bisschen Wehmut von Vancouver verabschiedet.

Danach ging es zum Abschied nochmals zu Jimmey´s, wie auch schon am ersten und zweiten Abend. Bei einem "Old fashioned Burger" und einem Red Truck Lager haben wir den Abend ausklingen lassen.

Auf dem Rückweg hat sich uns noch mal ein toller Blick auf Downtown geboten.

19Juni
2017

Vancouver - Shoppingtag

Gefahrene Kilometer: 74
Start: Vancouver/Burnaby
Ziel: Vancouver Tsawassen Mills
Campground: Burnaby Cariboo RV Park

Wie auch schon zu Beginn unserer Reise, wollten wir heute noch mal die Gelegenheit zum Shoppen nutzen.

Der Sonnenschein war erst für Nachmittag zu erwarten und so hatten wir auch nicht das Gefühl irgendwas zu versäumen, wenn wir in den Tsawassen Mills rum bummeln.

4 Stunden und einige Tüten später, war es dann aber auch genug.

Wieder am Campingplatz angekommen, war T-Shirt-Wetter und wir haben die Gelegenheit beim Schopf gepackt und im angrenzenden Burnaby Lake Regional Park einen Spaziergang gemacht.

Es ist wirklich beeindruckend, wie viele und vor allem wie groß die Grünflächen in dieser Stadt sind.

An dem Aussichtspunkt waren viele Gänse und Enten, die nur darauf gelauert haben, bis irgendjemand Futter ins Wasser wirft. Wir waren aber wieder ganz fasziniert von der Entenmama mit ihren Kleinen :-)

Zufrieden, aber auch ein bisschen kaputt, haben wir uns dann wieder auf den Rückweg gemacht.

Am Abend haben wir das letzte Mal gegrillt, denn morgen steht Vancouver Downtown auf dem Programm und wir essen noch mal einen legendären, nordamerikanischen Burger. Unseren Grill und das restliches Feuerholz haben wir an unsere Stellplatznachbarn verschenkt, denn diese haben die Rundreise noch vor sich.

18Juni
2017

Zurück in Vancouver

Gefahrene Kilometer: 61
Seekilometer: ca. 60
Start: Nanaimo
Ziel: Vancouver (Stadtteil Burnaby)
Campground: Burnaby Cariboo RV Park

Die Fähre von Nanaimo nach Vancouver fährt nur ca. alle zwei Stunden. Reservieren kostet extra und dieses Geld wollten wir nicht ausgeben. Um einen Platz auf der Fähre um 10:40 Uhr zu ergattern, hieß es also früh da zu sein.

Wir waren schneller als gedacht mit Frühstück und unserem morgendlichen Fahrzeugcheck fertig, so dass wir schon 2 Stunden vorher da waren. Pünktlich ging es dann auf die Fähre und heute haben wir uns einen Platz innen gesucht. Das Wetter war grau, trist und regnerisch und warm und trocken war uns dann doch lieber.

In Vancouver (Horseshoe Bay) angekommen ging es direkt in den Lynn Canyon. Bekannter ist der Capilano Canyon mit der gleichnamigen Suspension Bridge (Hängebrücke), aber der kostet Eintritt 30 CAN$/Person und dass ist es uns sicher nicht wert.

Der Lynn Canyon hat ebenfalls eine Suspension Bridge, die 50 Meter über dem Canyon schwebt und wackelt. 

Rouwen hat sich trotz seiner Höhenangst über die Brücke getraut und hat es besser überstanden als ich. Durch die vielen Menschen auf der Brücke, wäre ich fast seekrank geworden. Nur der Blick auf den Wasserfall konnte mich ein bisschen ablenken.

Im Canyon kann man unterschiedliche Trails laufen und 2 davon kommen am Wasser vorbei. Es war also klar, wohin es uns verschlägt..

Der Canyon ist wirklich schön und sehr empfehlenswert. Allerdings waren, vielleicht weil kostenlos und noch dazu heute auch noch Sonntag ist, sehr viele Leute unterwegs. Das und die nächsten 2 Tage in Vancouver dient uns schon mal zur ersten Eingewöhnung an die baldigen Heimatverhältnisse…

Danach war es nur noch ein Katzensprung zu unserem Campground. Hier bleiben wir, bis wir am Mittwoch das Wohnmobil wieder abgeben.

18Juni
2017

Vancouver Island - Inselrundgang bei Nanaimo

Gefahrene Kilometer: 122
Start: Port Alberni
Ziel: Nanaimo
Campground: Living Forest RV Park

Unser Tag hat mit der vermeintlichen Reparatur unserer Heizung begonnen. Martin, so hieß der Reparaturmann heute, dreht das Gas auf und sowohl der Külhschrank als auch die Heizung haben einwandfrei funktioniert. Wir konnten es gar nicht glauben und waren wirklich froh, dass Shawn in Tofino bestätigt hatte, dass die Heizung nicht funktioniert und er es nicht reparieren kann. Sonst zweifelt man ja an sich selbst?!

Martin hat dann noch mal alles aus und wieder an gemacht und alles lief einwandfrei. Ein Mysterium…

Glücklich darüber, dass wir heute Nacht nicht frieren müssen haben wir uns auf den Weg nach Nanaimo gemacht. Nanaimo selbst hat nicht viel Sehenswertes, aber die vorgelagerte Newcastle Island wurde im Reiseführer als Highlight eingestuft. Also, nichts wie hin.
Die komplette Insel wurde zum Provincial Park erklärt und kann nur mit dem Boot erreicht werden. Die Fahrt dauert ca. 10 Minuten und anders als bisher waren die Kosten niedriger als im Reiseführer angegeben. 10 CAN$ für uns Beide hin und zurück.

Auf der Insel angekommen, haben wir uns erst mal orientiert und geschaut was man so machen kann. Da haben uns Leute ganz aufgeregt erzählt, dass dort ein Weißkopfseeadler fliegt. Und wieder ist es mir gelungen ihn fotografisch einzufangen, auch wenn ich heute leider nicht ganz so auf „Gefiederfühlung“ gehen konnte.

Die Insel haben wir zu Fuß in ca. 2,5 Stunden umrundet und dabei tolle Ausblicke auf das sehr saubere Meer, Nanaimo und natürlich die Rockies genossen.

Wir haben uns entschieden heute in Nainamo zu übernachten, bevor es morgen Früh mit der Fähre zurück aufs Festland geht und wir die letzten 3 Tage dieser Reise in Vancouver (-Umland) verbringen.

An unserem schönen und sehr ordentlich angelegten Campground angekommen, haben wir es uns nun gemütlich gemacht. Unser Plan, nach dem Essen noch eine Runde zu drehen und den Campground-eigenen Hikingtrail mit Ocean-View zu gehen, ist mal wieder dem Regen zum Opfer gefallen. Nachdem wir heute aber schon viel draußen und am Meer unterwegs waren, können wir das gut verkraften.

Zu unserer großen Freude, funktioniert die Heizung immer noch und wir müssen heute Nacht nicht frieren.

16Juni
2017

Vancouver Island - Tofino und noch ein Überbrückungstag

Gefahrene Kilometer: 150
Start: Tofino
Ziel: Port Alberni
Campground: Timber Lodge RV Park

Wir haben uns sehr gefreut, dass es heute Morgen nicht mehr geregnet hat und somit unserem geplanten Spaziergang am Long Beach nichts im Wege stand. Wir sind also früh los, da wir noch nicht wussten, wann unser Reparaturtermin in Nanaimo war.

Der Strand liegt im Pacific Rim National Park und ist sehr naturbelassen und wie ich finde sehr schön.

Nachdem ich ja immer auf der Jagd nach Tieren bin, habe ich mich über den großen Vogel am Strand sehr gefreut. Beim langsamen Annähern (um ihn nicht zu vertreiben)war die Freude noch viel größer, da es nicht wie sonst eine Möwe, sondern ein Weißkopfseeadler war.

Während unserer ausgiebigen Strandwanderung haben wir erfahren, dass unser Reparaturtermin um 14 Uhr ist. Und so machten wir uns gegen 11 Uhr auf den Weg zurück an die Ostküste. Leider kamen wir nicht weit, denn die einzige Straße zwischen Ost- und Westküste (Highway 4) war aufgrund eines Unfalls gestern bis 16 Uhr heute Nachmittag gesperrt.

Also wieder bei Fraserway angerufen und einen Alternativplan erbeten. Dieser sieht so aus, dass wir morgen um 8:30 in Port Alberni, auf halber Strecke nach Nanaimo, einen neuen Termin haben. Nun ging es darum die 5 Stunden bis zur geplanten Straßenöffnung zu überbrücken. Diese Zeit haben wir mit einer weiteren Strandwanderung an einem anderen Teil des Long Beach genutzt.

Da wir zum einen unsicher waren, ob die Straße wirklich um 16 Uhr aufgemacht wird und zum anderen Laufen hungrig macht, haben wir uns heute für ein „richtiges“ Mittagessen entschieden.
Also gab es BBQ am Parkplatz und wir waren mal wieder froh, alles mit uns zu haben und so flexibel und unabhängig zu sein.

Um 16 Uhr, pünktlich wie wir nun mal so sind, waren wir an der Kreuzung zum Highway 4 und zu unserer großen Freude war die Straße frei. Bei der Hinfahrt habe ich über das sehr enge und kurvige Teilstück berichtet. Heute habe ich ein Beweisfoto gemacht.

 

Die Fahrt hat deutlich länger gedauert als angenommen. Wegen des Unfalls sind 3.000 Liter Benzin ausgelaufen und in den Kennedy Lake geflossen. Die Arbeiter waren immer noch dabei den Schaden auf ein Minimum zu begrenzen und die Straße war deshalb einspurig.

Dafür wurden wir nach der Baustelle an einem View Point noch mal mit einem tollen Blick auf einen reißenden Fluss belohnt. Das Geländer mit seinen Schlössern fand ich dieser Gegend auch irgendwie sonderbar, zumal Leute dort auch ihre Unterhosen und sonstigen Unfug hinhängen.

 

15Juni
2017

Vancouver Island - Tofino im Regen

Gefahrene Kilometer: 33
Start: Ucluelet
Ziel: Tofino 
Campground: Crystal Cove Beach Resort

Die Wettervorhersage für Ucluelet und Tofino hat sich leider bewahrheitet. Schon die ganze Nacht hat es in Strömen geregnet und gestürmt. Unsere Hoffnung, dass es sich in der Nacht ausregnet, wurde leider nicht erfüllt. Heute Morgen war es keinen Deut besser.

Wenn es noch lange so weiterregnet wird aus dem Campground der letzten Nacht ein See.

Eine Stunde später also sonst, haben wir uns auf den Weg nach Tofino gemacht. Hier ist es etwas heller, aber die Kombination aus Regen und Wind macht eine Outdooraktivität, trotz Regenjacke und Kaputze, heute unmöglich. 

Bis wir um 13 Uhr zu unsrem Campground können, sitzen wir, mit vielen anderen, in einem netten kleinen Café mit guten WLAN und trinken Tee bzw. Kaffee. 

Der Campground ist wirklich schön angelegt und liegt direkt am Strand. Dort angekommen und alles angeschlossen, haben wir festgestellt, dass unsere Heizung im Wohnmobil nicht mehr geht. Frieren müssen wir trotzdem nicht, da uns der Campground einen Heizlüfter geliehen hat.

Fraserway hat sich sofort um die Reparatur gekümmert und 2 Stunden später war Shawn bei uns. Shawn war wirklich sehr bemüht, konnte aber den Fehler nicht beheben. Wir benötigen ein Ersatzteil und das kann nur in Nanaimo getauscht werden. Fraserway vereinbart für morgen einen Termin für uns. Für uns bedeutet das, dass wir aufgrund des bevorstehenden Wochenendes leider morgen wieder zurück geht und wir nur am Vormittag einen kurzen Stop an unserem Hauptbesuchspunkt Long Beach einlegen können. 

Dafür hat der Regen heute Abend etwas nachgelassen, so dass wir hier am MacKenzie Beach noch eine Weile laufen konnten.

Der Tag heute ist wirklich trist und umso mehr habe ich mich über den tollen Rhododendron gefreut, welcher am Weg zum Strand blüht (übrigens wie fast überall auf Vancouver Island).

Damit auch in diesen Blogeintragein bisschen Farbe bekommt, zum Abschluss ein schönes Blütenfoto.

14Juni
2017

Vancouver Island - Ucluelet

Gefahrene Kilometer: 241
Start: Victoria
Ziel: Ucluelet
Campground: Surf Junction

Gestern Abend haben wir uns trotz der eher mauen Wetterprognose und der widersprüchlichen Aussagen zur Beschaffenheit der einzigen Straße entschieden, doch an die Westküste der Insel zu fahren. Wir waren uns wegen der genannten Gründe etwas unschlüssig, haben dann aber in einem Blog gelesen, dass die Straße von den großen kanadischen Trucks zum Transport benutzt wird. Na dann, schaffen wir die Strecke mit unseren „lächerlichen“ 10 Metern Länge ja wohl auch… aber dazu später mehr.

Der erste Stop an diesem Tag war Downtown Chemainus. Im Stadtzentrum befinden sich 42 Murals (Wandmalereien), die zum Teil wirklich sehenswert sind. Auf dem Weg dorthin kamen wir an dem ersten Lacher des Tages vorbei.

Diese Wandbilder fanden wir besonders schön.

Unser zweiter Stop war der Englishman River Provincial Park. Dort gibt es Wasserfälle und nachdem ich von rauschendem Wasser nie genug bekomme, war alles besprochen. Der Rundweg um die Falls ist eher überschaubar und in einer guten halben Stunde erledigt, aber es isttoll anzusehen und man kann ans Wasser und im Sommer auch hinein.

Auf dem Weg zu unserem gedachten Übernachtungsort Port Alberni liegen noch weitere Provincial Parks. Wir konnten wählen zwischen einem reinen Waldsparziergang oder noch mal Wasserfällen. Wie ist die Wahl wohl ausgegangen…? Richtig -> die Wasserfälle des Little Qualicum.

Diese sind noch schöner als die im Englishman River PP und auch der Rundweg ist länger.

Wieder am Parkplatz angekommen, war es noch früh am Tag. Wir wussten, dass wir an die Westküste bis Ucluelet ca. 1,5 Stunden brauchen. Daher haben wir uns entschieden, die gedachte Übernachtung in Port Alberni zu canceln und die gut 100 km heute noch zu fahren.

Der Highway 4 ist großteils sehr gut ausgebaut und die Fahrt war angenehm. Dann kommt ein Teilstück mit 35 km, in dem es deutlich kurvenreicher nach oben geht. 12 km davon ist die Straße wirklich eng und mit vielen Unebenheiten versehen. Deshalb ist die Geschwindigkeit auch auf 30 bis 40 km/h beschränkt. Rouwen ist ganz langsam und vorsichtig gefahren so sind wir und unser zu Hause heil auf der anderen Seite der Insel angekommen.

Nachdem es hier wie erwartet regnet und wir heute eh kein Programm mehr vorhatten, haben wir uns für den ersten Campground auf der Strecke entschieden.
Morgen geht es dann die letzten 30 km nach Tofino.

13Juni
2017

Vancouver Island - Chemainus

Gefahrene Kilometer: 90
Start: Victoria
Ziel: Chemainus
Campground: Country Maples RV Resort

Auf unserem Weg den TCH entlang nach Norden liegt der Goldstream Provincial Park. Dieser ist unterteilt in einen Campground und in eine Day-Use-Area. Nachdem wir nicht campen wollten, war die Day-Use-Area unser Anlaufpunkt. Dort beginnt auch der Trail zum Gipfel des Mount Finlayson. Lt. Reiseführer dauert der Aufstieg etwa 1 Stunde.

Zu Beginn des Weges waren solche Schilder zu lesen und wir haben uns nichts dabei gedacht.

Durch den Wald war es eine anspruchsvolle Wanderung mit Kraxelelementen. Nach dem Wald ging es mit dem Kraxeln weiter, allerdings direkt am Abgrund und ohne Sicherung. Das war uns dann absolut zu heikel und wir haben kurz vor dem Gipfel wieder umgedreht. Schließlich wollen wir gesund und heil unseren Urlaub beenden.

 Der zweite Anlaufpunkt in dem Park sind die Goldstream Falls. Dazu mussten wir erst einige Kilometer zum Campground laufen. Der einzige sichtbare Weg dorthin war neben dem TCH. Links von uns ganz idyllisch der Bach und rechts donnern die LKW´s und Autos "romantisch" direkt an uns vorbei. Am Campground angekommen war der Weg zu den Falls ausgeschildert und es ging noch mal ein gutes Stück durch den Wald und dann 193 Stufen runter. Der Wasserfall ist nicht groß, die Gesamtkulisse dafür umso beeindruckender.

 

Danach haben wir einen anderen Weg zurück zu unserem Parkplatz gefunden und mussten nur ca. 400m am TCH entlang laufen.

Unsere Suche nach einem Campingplatz hat sich heute etwas schwieriger gestaltet. Bei dem ersten Campingplatz war das Office nicht besetzt und es war auch keine Telefonnummer angegeben. Beim zweiten konnte man sich seinen Campground selbst aussuchen, diesen fanden wir dann aber mit 50 CAN$ ohne WiFi und anderen Schnickschnack zu teuer. Schlussendlich haben wir uns für einen entschieden, der mit einem kurzen Umweg verbunden war.

Auf dem Umweg sind wir an einem Schild "dog grooming" vorbeigefahren. Das "groom" das englische Wort für "Bräutigam" ist, haben wir gewusst. Beim Nachschlagen des Wortes "grooming" konnten wir eine weitere Bedeutung des Wortes lernen. Diese ist u.a. "Stallbursche/Stallknecht". Ohne weitere Erläuterung...., der geneigte Leser möge seine eigenen Schlüsse daraus ziehen!

12Juni
2017

Vancouver Island - Victoria: Tag 2

Als wir gestern Abend zum Restaurant gelaufen sind, hätten wir auch in England sein können.

Die Speisekarte dagegen war sehr nordamerikanisch und das Essen und sogar dies Bier wirklich gut.

Heute hat unser fahrendes zu Hause eine Pause erhalten. Für 5 CAN$ pro Person erhält man hier eine Tageskarte für das Busnetz. Mit Fußweg zum Bus und kurzer Wartezeit braucht man eine gute halbe Stunde nach Downtown Victoria.

Dort angekommen war unser erster Weg Richtung Wasser. Auf dem Weg sind wir an dieser sehr schönen Skulptur "The Homecoming" vorbeigekommen. Wenn man in die Gesichter der beiden schaut, freut man sich zwangsläufig mit.

Danach ging es weiter zum Parlamentsgebäude und der Statue von Queen Victoria nach welcher die Stadt auch benannt ist.

Gleich daneben steht ein sehr großer Sequoia-Baum. Dieser ist gleichzeitig der offizielle Weihnachtsbaum und wird im Dezember mit über tausend Lichtern geschmückt. Sieht bestimmt toll aus.

Übrigens wird der Afternoon-Tea hier in Victoria noch entsprechend zelebriert.


Der erste Stop am Wasser war Fisherman`s Wharf, hier eine Hausbootsiedlung. In den Hausbooten werden handgefertigte Produkte und Essen verkauft. Die Boote sind absolut bezaubernd hergerichtet und man kommt aus dem Staunen nicht mehr raus.

Das grün/blaue Hausboot war zum Verkauf. Ganz kurz haben wir überlegt.... aber wirklich nur ganz kurz.

Weiter am Wasser entlang erreicht man den Golden Point. Dort ist ein Steg knapp 1 km ins Meer gebaut. Dort weht, wie fast überall, die Fahne von British Columbia. Diese besteht am unteren Ende aus blauen und weißen Streifen, welche zum einen die Berge und zum anderen das Meer symbolisieren. Diesen Gegensatz konnten wir heute wunderschön einfangen.

 

Ein Stückchen weiter erreicht man die Meile 0 des TCH. Ein typischer Haltepunkt von HopOn/Off-Touren. Zum Glück mussten wir nur kurze Zeit warten, um ein Foto ohne eine Horde von Menschen zu erhaschen.

Gleich dahinter steht ein Denkmal für Terry Fox. Die Geschichte des jungen Mannes, welcher bereits mit 22 Jahren an Krebs gestorben ist, ist wirklich beeindruckend und mich hat sie zu Tränen gerührt. Ich will sie gar nicht erzählen, sondern habe die Kurzform von der Statue abfotografiert.

Über den Beacon Hill Park ging es weiter nach Downtown. Der Park ist wunderschön angelegt mit viel Wasser, Seerosen, tollen Rhododendron-Büschen und Schildkröten.

 

Den ganzen Weg am Wasser haben wir nach Seehunden, Delphinen und Walen Ausschau gehalten. Zum Abschluss am Inner Harbour hat sich dann ganz kurz ein Seehund gezeigt.

 

Downtown selbst hat uns nicht so gut gefallen. Die von uns gewählte Route am Wasser und durch den Park war genau richtig. Nach über 4 Stunden laufen, war dann auch genug für heute und mit dem Bus ging es wieder zurück Richtung Campground.

11Juni
2017

Vancouver Island - Victoria; Tag 1

Gefahrene Kilometer: 167
Seekilometer: ca. 40
Start: Rosedale
Ziel: Victoria
Campground: Fort Victoria Campground

Unser heutiges Ziel war Vancouver Island. Nachdem wir im Vorfeld nicht genau wußten, an welchem Tag es uns auf die Insel verschlägt, haben wir keine Reservierung für die Fähre vorgenommen. Gestern Abend war für die Fähre heute um 14 Uhr noch was frei.

So sind wir ganz gemütlich mit Einkaufen, Tanken und Gas auffüllen nach Tsawassen zum Fähr-Terminal gefahren. Trotz aller Gemütlichkeit waren wir schon um kurz vor 12 Uhr da und hatten Glück, denn auf der 13 Uhr Fähre gab es auch noch Platz für uns. Die Fähre legt nicht direkt in Victoria, sondern ca. 30 km außerhalb in Swartz Bay an.


Die Zeit bis dahin haben wir uns in der Sonne, die wir die letzten Tage etwas vermisst haben, vertrieben. Am besten hat uns das zu einem Imbissstand umgebaute Feuerwehrauto gefallen.

 

Um kurz vor 1 ging es dann ab auf die Fähre, wie immer in Nordamerika perfekt organisiert und ohne Hektik. Von Deck 2 sind wir hoch auf Deck 6 um die Aussicht zu genießen und uns den Wind um die Ohren wehen zu lassen.

Die Fährfahrt war der Start zur Entschleunigung und wir wollen unsere letzten 1,5 Wochen mit etwas weniger Programm gemütlich angehen lassen. Begonnen haben wir heute damit, dass wir den Nachmittag in der Sonne auf unserem Campground verbracht und unsere Füße für das morgige Sightseeing in Victoria geschont haben.

Zum Abendessen haben wir uns für das 4 Mile Brew Pub entschieden. Dies ist fußläufig gut von unserem Campground aus zu erreichen und es gibt selbst gebrautes Bier. Mal sehen, wie es schmeckt.

10Juni
2017

Zurück Richtung Vancouver

Gefahrene Kilometer: 293
Start: Osoyoos
Ziel: Bridal Veil Falls (Rosedale)
Campground: Camperland RV Resort

Bevor ich über den heutigen Tag schreibe, muss noch eine Ergänzung zu gestern her.
Nachdem wir so prominent direkt am See gestanden sind, mussten wir diesen Ausblick natürlich ausnutzen.
Also gab es gestern nur Brotzeit, schon auf dem Teller angerichtet, so dass wir gemütlich auf unserem Campingstühlen sitzen und essen konnten. Tisch haben wir nämlich keinen...

 

Wenn es auch sehr bewölkt war, hat die Sonne doch ab und an durchgeblitzt und wir wollten unbedingt den Sonnenuntergang anschauen. Es wurde allerdings so kalt und windig, dass wir uns kurzerhand mit unserem Bier auf unser Bett verzogen und den Sonnenuntergang durch unser Heckfenster angeschaut haben. Das war wirklich lustig...

 

In Osoyoos ging es heute früh direkt auf den Crowsnest-Highway Nr. 3 westlich wieder Richtung Vancouver. Sobald man die Stadt verlässt, geht es stetig bergauf bis zum Manning Provincial Park.

Unser Ziel dort war der Lightning Lake, auch wenn das "Lightning" heute nicht zu sehen war. Dort gibt es einen schönen Rundweg um den See, natürlich durch den Wald.

Auf dem ganzen Picknickplatz vor dem See waren die Erdhörnchen unterwegs und haben wahrscheinlich auf Essen gewartet, auch wenn mal wieder kaum Menschen unterwegs waren. Dieses hier war besonders zutraulich und kam nach dem Foto bis auf 10 cm zu mir.

Weiter auf dem Highway ging es die ganze Strecke wieder bergab und plötzlich war direkt neben dem Highway ein Schwarzbär und hat gemütlich am Straßenrand gestanden und gefressen. Die vorbei rasenden Autos haben ihn in kleinster Weise gestört. Wir haben an einer solchen Stelle natürlich nicht mit einem Bär gerechnet und bis die Info "Bär" in der Schaltzentrale ankam und ich die Kamera zücken wollte, waren wir auch schon vorbei. Hinter uns waren leider auch lauter Autos, so dass eine Vollbremsung vermutlich zu einer Massenkarambolage geführt hätte.

Unser Tagesziel heute waren die Bridal Veil Falls in Rosedale. Von unserem Campground kann man direkt dorthin laufen, was wir als sehr angenehm empfanden. Das Angenehme ist dann erst mal dem Schock gewichen, denn der Campground ist zwar wirklich schön angelegt aber sehr teuer. Trotz 20% Rabatt haben wir 66 CAN$ bezahlt und Internet und Duschen kostet auch noch mal extra. Wir sind für heute aber genug gefahren und wollten einfach nicht mehr weiter.

Der Weg zu den Falls hat uns wieder entschädigt. Man kann fast direkt bis hin laufen und hat einen tollen Blick.

Und auch die von uns liebevoll bezeichneten "lower" Falls sind auch sehr schön :-)

09Juni
2017

Okanagan Valley Tag 2: Osoyoos

Gefahrene Kilometer:
Start: Peachland
Ziel: Osoyoos
Campground: NK´Mip Campground

Unser Tag heute hat mit Sonnenschein und einem Outdoor-Frühstück begonnen.

Unser Zwischenstopp auf dem weiteren Weg den Highway 97 South durch das Okanagan Valley war nach einer halben Stunde Fahrtzeit erreicht. In Summerland liegen die Ornamental Gardens, eine schön angelegte Gartenanlage durch die man laufen und die unterschiedlichen Pflanzen bewundern kann. Der Eintritt ist kostenlos, es wird jedoch um eine Spende von 5 CAN$ gebeten.

Wir sind gut 1 Stunde durch den Garten geschlendert und haben es genossen, dass außer uns in dem Eichhörnchen niemand da war.

Danach ging es weiter durch das Tal und bis Penticton direkt am Okanagan Lake entlang. Für uns eine der schönsten Strecken in Kanadás Westen.

Für Obstliebhaber wie Rouwen ist die Straße das Paradies, eigentlich. Wir sind noch etwas zu Früh im Jahr und alle angekündigten Obststände und U-Pick-Stellen (da kann man die Früchte selbst pflücken) haben noch geschlossen.

Auch Weinliebhaber kommen hier auf ihre Kosten. Alle paar Kilometer ist ein Weingut ausgeschildert und man könnte überall Weinproben machen. Wir waren ziemlich früh unterwegs und da erschien mir eine Weinprobe um 10 Uhr morgens nicht angebracht.

Noch mal 30 km weiter haben wir unser heutiges Ziel Osoyoos erreicht. Die Stadt liegt am Osoyoos Lake (Kanada trägt mit seinen ganzen Seen, Rivern und Creeks erheblich zum hohen Wasseranteil auf dem Planeten Erde bei) kurz vor der Grenze zu den USA.

Der erste Weg war zu unserem Campground, um uns einen Platz für die Nacht zu sichern. Unsere Camp-Site ist an der Lakeside und wenn wir durch unser Heckfenster schauen, sehen wir nur See.

Der Campingplatz ist ca. 3 km außerhalb des Stadtzentrums. Für Nordamerikaner untypisch haben wir uns zu Fuß auf den Weg Richtung Stadt und in den angrenzenden Provincial Park gemacht. Dort hat man wie fast überall einen tollen Ausblick auf den See und die umliegenden Berge.

Viel toller war jedoch die Möglichkeit eine Vogelmutter beim Füttern ihres Vogelbaby´s zu beobachten.

Insgesamt sind wir heute gut 15 km gelaufen, ein Eis hatten wir uns also verdient. Wir haben allerdings wieder nicht berücksichtigt, dass man hier in den Supermärkten nur Großpackungen kaufen kann. Zum Glück gab es eine 4er Packung mit 4 kleinen Eis, so dass wir ohne schlechtes Gewissen jeder 2 Eis essen konnten.

08Juni
2017

Okanagan Valley Tag 1: Kelowna

Gefahrene Kilometer: 148
Start: Vernon
Ziel: Peachland
Campground: Todd´s RV Park

Die letzten Tage haben wir einige Kilometer hinter uns gebracht. Daher war klar, jetzt lassen wir es wieder ein bisschen ruhiger angehen.

Für heute stand die größte Stadt des Valley´s, Kelowna, auf unserem Programm. Wie schon die ganze Reise war auch heute unser erster Weg ins Visitor Center, um uns dort über die Lauf- bzw. Wandermöglichkeiten zu informieren.
Nach wie immer sehr freundlicher Beratung haben wir uns entschieden an der sehr schönen Waterfront des Okanagan Lake entlang loszulaufen.

An deren Nordende liegt der Knox Mountain. Natürlich ist dieser in 2 Etappen auch mit dem Auto befahrbar, aber doch nicht für uns :-) Gelaufen wird!!!

Der Aufstieg über ca. 300 Höhenmeter ist in weniger als einer Stunde geschafft und, wie immer wenn man oben ist, wird man mit einer tollen Aussicht belohnt.

Auf dem Rückweg ging es dann noch durch Downtown und siehe da, mein Lieblingsauto wurde zum Verkauf angeboten. Schweren Herzens habe ich mich nur für ein Erinnerungsfoto entschieden.

 

Weiter ging es auf einen Cafe Latte und was Süßes bei unserem "nordamerikanischen Stammbarista" Starbucks. Währenddessen hat es zu Stürmen begonnen und wir haben uns schleunigst auf den Weg zu unserem Heim auf Rädern gemacht.

Unseren Campground haben wir uns heute in Peachland, nochmals 20 km weiter südlich, ausgesucht. Todd ist sehr freundlich und hat für mich heute den Job des Stellplatzeinweisers übernommen.

Pünktlich nachdem unser Wohnmobil mit Strom und Wasser versorgt war, hat es angefangen zu regnen und an rausgehen war nicht zu denken. Die Zeit haben wir sinnvoll zur weiteren Reiseplanung für die nächsten Tage genutzt.

Als wir mit dem Abendessen fertig waren, war auch der Regen fertig und wir sind noch mal ein bisschen spazieren gegangen. Dabei haben wir festgestellt, dass nicht nur die Hälfte unseres Campingplatzes unter Wasser steht, sondern auch große Teile des Strandes, der Straße und der Häuser am See. Todd hat erklärt, dass der See im Frühjahr durch die Schneeschmelze immer mehr Wasser hat. Normalerweise gibt es jedoch hier keinen Regen. Das ist in diesem Jahr anders und sie können nicht abschätzen wie hoch das Wasser noch steigt und wann der Alptraum ein Ende hat.

 

07Juni
2017

Ein langer Tag im Auto

Gefahrene Kilometer: 331
Start: Revelstoke
Ziel: Vernon
Campground: Ellison Provincial Park Campground

Für alle die Zeit haben, so wie wir, besteht die Möglichkeit einen Weg Abseits der großen Higihways ins Okanagan Valley zu fahren.

Bei Revelstoke geht es auf dem Highway 23 in Richtung Süden nach Shelter Bay. Die Fahrt für die knapp 50 km dauerte bei uns eine Stunde, da wir hinter den LKW´s herfahren mussten. Es besteht kaum die Möglichkeit zum Überholen. Dafür führt der Weg entlang des Upper Arrow Lakes entlang durch Natur pur.
In Shelter Bay ging es dann auf die Fähre (diese ist kostenlos, da es der Ersatz für die fehlende Brücke ist) über den See nach Galena Bay. Die Aussicht während der 20 minütigen Fährfahrt ist traumhaft.

Danach geht sind es wieder ca. 50 km am See entlang, allerdings mit nur wenig Gelegenheiten direkt auf den See zu blicken. In Nakusp wechselt man auf den Highway 6 nach Fauquier. Dort legt wieder eine Fähre an die andere Uferseite ab. Dieses Mal ist die Fahrt mit nur 5 Minuten deutlich kürzer und die Fähre ist eine Cable Ferry. Die Aussicht ist nicht minder schön, als bei der langen Fährfahrt.

Ab da schlängelt sich der Highway 6 teils serpentinenartig (wenn auch großzügig) die Berge hinauf und wieder hinunter. Beeindruckend ist, dass man ca. 100 km einfach durch Natur fährt ohne an Ortschaften vorbeizukommen. Leider aber auch ohne Möglichkeiten zwischendurch eine Wanderpause einzulegen.

So sind wir nach 5,5 Stunden Fahrzeit an unserem Zielort Vernon angekommen. Unser erstes Stopp war zum Einkaufen und dann sollte es direkt auf den Campingplatz gehen. Dazu hatten wir uns den Kalamalka Lake Provinicial Park ausgesucht. Kurz bevor wir dort angekommen sind, haben wir aber erst gerafft, dass es dort (anders als bisher gewohnt) gar keinen Campingplatz gibt. Also hieß es wieder umdisponieren und wir haben uns für den Ellison Provincial Park entschieden. Das waren nochmals um die 20 km Fahrt. Das Navi hat uns allerdings durch die totale Provinz geschickt, so dass wir gefühlt eine Ewigkeit dorthin gebraucht haben.

Endlich angekommen wurden wir aber für alle Mühen und Strapazen entschädigt. Der Campground liegt ruhig und verlassen in einem Wald an einem See. Um uns die Füße zu vertreten sind wir den angebotenen Nature Trail und Beachtrail gelaufen und wurden mit tollen Ausblicken auf den See verwöhnt.

06Juni
2017

Zuerst Schnee und dann Sommer und Badesee

Gefahrene Kilometer: 314
Start: Fairmont
Ziel: Revelstoke
Campground: Williamson Lake Campground

Weitere 2,5 Std. Fahrt, auf dem Highway 93/95 nach Norden und dann weiter auf dem TCH nach Westen, hat es gedauert bis wir am Visitor Center des Glacier Nationalparks angekommen sind. Zum Glück wurde kurz vorher die Zeit wieder auf Pacific-Time zurück gestellt, so dass wir heute eine Stunde gewonnen haben.

Schon an der Einfahrt zum National Park war angegeben, dass ein Großteil des Nationalparks wegen Lawinengefahr gesperrt ist. Dies hat sich im Visitor Center bestätigt. Alle Wanderungen nach oben waren nicht möglich. Um uns nach der Fahrt wenigstens ein bisschen die Füße zu vertreten, sind wir einen der möglichen Wege entlang der ehemaligen Bahnstrecke gegangen. Das war insofern ganz interessant, da 1885 ein Mr. Ross durch einen Loop die lawinengefährdeten Gebiete umgangen ist und so die Zugfahrt sicherer gemacht hat. Die alten Brückenpfeiler stehen noch heute. Außerdem hat man immer wieder einen tollen Blick auf die noch tief verschneiten Berge.

Im Glacier gab es für uns keine weitere Aktivmöglichkeit und so ging es weiter Richtung Revelstoke und zum Mount Revelstoke Nationalpark. Zuerst haben wir an einem View-Point angehalten und den Blick in das Tal des Columbia River genossen.

Danach ging es ab in den Regenwald. Ein geheimnisvoller, abwechslungsreicher Waldweg mit bayrischen Wegmarkierungen.

 

Dieses hübsche Exemplar hat uns auf den letzten Metern unseres Weges begleitet.

In Revelstoke selbst waren wir kurz im Visitor Center und haben uns erkundigt ob es aufgrund der Überschwemmungen Anfang Mai schon möglich ist, durch das Okanangang Valley zu fahren. Zum unserem Glück geht das schon wieder, so dass wir uns morgen auf den Weg dorthin machen können.

Südlich des Ortszentrums liegt der Williamson Lake mit angeschlossenem Campground. Dieser wird sowohl vom Reiseführer empfohlen als auch im Internet gut bewertet.
Für uns war noch eine Campsite frei. Es hat sich gelohnt der Empfehlung zu folgen.
Der Campground ist liebevoll an- und die Campsites sehr großzügig ausgelegt.

Bis zum See sind es nur ein paar Meter den Hügel runter, mit Liegewiese und der Möglichkeit zu Schwimmen. Uns war dafür noch ein bisschen zu kalt. Wir haben die Zeit genutzt, um einfach ein bisschen zu entspannen und Yoga zu machen (also Yoga gilt nur für mich).

 

05Juni
2017

Hot Springs

Gefahrene Kilometer: 261
Start: Blairmore
Ziel: Fairmont Hot Springs
Campground: Fairmount Hot Springs RV Resort

Als wir heute morgen aufwachten, hat es geschüttet wie aus Eimern und der Himmel war dunkelgrau. Wie so oft in den letzten Tagen, war der Regen schnell vorüber und der Himmel hat langsam aber sicher aufgerissen.

Für uns ging es weiter auf dem Crowsnest Highway. Nach etwa einer Stunde sind wir in Sparwood an dem weltgrößten Truck, mit Eintrag im Guiness-Buch vorbeigekommen. Dieser musste natürlich in unsere Bildersammlung. Um einen besseren Eindruck von der Größe zu bekommen, hab ich mich mal davor gestellt. Für alle die mich nicht kennen, ich bin 1,66 m :-)

Der Truck steht direkt an der Touristeninfo und wir haben dort nach einer Möglichkeit für einen schönen Spaziergang oder eine Wanderung gefragt und eine Karte erhalten. Nachdem ich ja so gerne am Wasser entlang gehe, ging als den Elk River Trail entlang. Dieser hat sich dann als Waldspaziergang mit nur selten Kontakt zum Wasser herausgestellt. Der Elk River war nicht mal schön und ich habe mich geweigert ein Foto zu machen. Trotzdem sind wir 1,5 Stunden gelaufen und waren somit für das nächste Stückchen Fahrt gerüstet.

Auf allen Straßen wird immer wieder vor Tieren (Elche, Bären, Hirsche und Schafen) gewarnt und nie haben wir eins gesehen. Heute haben sich tatsächlich ein paar Rocky Mountain Schafe direkt am Straßenrand postiert.

Kurz vor Cranbrook sind wir wieder Richtung Norden auf den Highway 93/95 abgebogen. Unser nächstes Ziel war der Wasa Lake Provincial Park, da dieser mit der Möglichkeit zu wandern angegeben war. Dort angekommen, haben wir ernüchternd festgestellt, dass die Wanderung ein 8 km asphaltierter Weg um den See ist. Egal, die Sonne war da und wir brauchten dringend etwas Bewegung. Der See ist, ich glaube wie alle Seen hier, sehr schön und die Runde um den See hat sich als sehr angenehm und abwechslungsreich herausgestellt. Wir sind mal durch den Wald, mal an Häuser, mal am See gelaufen und die Runde war ratzfatz vorbei.

Für alle die Bonanza noch kennen ->die Ranch haben wir auf unserer Runde nicht gefunden, die Road dazu gibt es auf jeden Fall...

Jetzt lag noch die letzte Etappe von 130 km nach Radium Hot Springs vor uns. Während der Fahrt dorthin haben wir uns allerdings umentschieden und sind bereits 40 km vorher bei den Fairmount Hot Springs rausgefahren. Anders als in Radium Hot Springs kann man hier auf kurzen Wegen vom Campground zu den Hot Srpings laufen. Der Campground selbst ist mit 50 CAN Dollar / Nacht aus unserer Sicht viel zu teuer und die Beschreibung "highly rated" können wir auch nicht nachvollziehen. Die Wege zu den Hot Springs sind allerdings wirklich kurz und wir waren in nur ein paar Minuten Fußweg  dort.

Es war wirklich ein tolles Gefühl in badewannenheißes Wasser (41 Grad) zu gehen. So schnell waren Rouwen und ich noch nie im Wasser :-) Wir haben die wohltuende Wärme mit tollem Bergpanorma knapp eine Stunde genossen, bevor wir uns gemütlich auf den Weg zu unserem vorübergehenden zu Hause gemacht haben.

 

Von solchen heißen Quellen werden die Pools gespeist

und für mich gibt es auch einen Miniwasserfall.

  

04Juni
2017

Zeitreise und wieder in den Rockies

Gefahrene Kilometer: 281
Start: Calgary
Ziel: Blaimore
Campground: Lost Lemon RV Park

Südwestlich von Calgary gibt es ein Heritage Park Historic Village, in dem Häuser, Züge und Schiffe aus Zeiten Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts nachgebaut wurden. In unseren beiden Reiseführern wurde dieser Park als lohnend bezeichnet und dann haben wir uns mal verleiten lassen.

Nach nur ca. 20 Minuten waren wir bereits da, also viel zu früh, denn der Park öffnet erst um 10. Wir waren überrascht wie viele Autos bereits auf dem Parkplatz standen und waren um so mehr guter Dinge.

Gleich am Eingang wird man von den Angestellten in für damals typischer Kleidung begrüßt und alle Mitarbeiter im Park sind ebenfalls historisch gekleidet und haben sehr viel Spaß daran von der früheren Zeit zu erzählen.

Der Park ist in mehrere Themengebiete unterteilt. Gleich als wir ankamen ist die alte Dampflock in den Bahnhof eingefahren, wir also rein in den Zug und erst mal eine Überblicksrunde gedreht.

Nach unserer Zugfahrt haben wir uns einfach ein bisschen durch den Park treiben lassen. Zufällig waren wir pünktlich am Bootsanlegesteg als die SS Moyie zu ihrer nächsten Runde angelegt hat. Die nächsten halbe Stunde haben wir uns gemütlich tuckernd den Wind am Bug des Schiffes um die Nase wehen lassen und mal wieder die Aussicht auf die Rockies genossen.

Hier noch ein paar wenige Bilder vom Park und zur Abwechslung auch mal eins von uns...

 

Von der Wiese vor der Windmühle war die Aussicht auf die Rocky Mountains atemberaubend schön. An denen kann ich mich einfach nicht sattsehen.

Achso, hier auch noch die Windmühle, zur Abwechslung mal mit uns :-)

 

Kurz vor dem Ausgang gibt es ein Museum mit alten Zapfsäulen und Autos. Es ist nur eine Halle, aber wirklich beeindruckend und sehr liebevoll inszeniert.

Von Calgary aus ist unser nächstes geplantes Ziel Radium Hot Springs.
Natürlich wollten wir nicht die gleiche Strecke über Banff zurückfahren, also haben wir einen kleinen Umweg in Kauf genommen. Auf dem Derfoot Trail (Highway Nr. 2) ging es ca. 150 km Richtung Süden. Die Gegend ist nicht wirklich spannend, flaches Land ohne viel Sehenswertes. Am Ende kommen sogar noch "Gusty Winds" dazu und das Fahren wird etwas anstrengender. Kurz vor Fort McLeod sind wir in westlicher Richtung auf den Crowsnest Highway (Nr. 3) abgebogen. Dieser führt wieder direkt auf die Rocky Mountains zu.

Auf dem Weg zu unserem Tagesziel und Zwischenstopp haben wir uns für den Lost Lemon RV Park in Blairmore entschieden. Dieser liegt direkt am Crowsnest Pass und Crowsnest River, aber dazu später mehr.

Auf dem Highway gibt es mehrere Möglichkeiten in Recreation Areas oder Provincial Parks abzuzweigen. Wandern steht bei uns aber erst morgen wieder auf dem Programm. Direkt an der Straße und erschreckend sehenswert hingegen ist die  vom Lawinenunglück von 1903 noch vorhandene Steinmasse. Im Reiseführer hatten wir die Eckdaten (150 km Stärke, 450 m Höhe und 1 km Breite) zwar gelesen. Es dann aber zu sehen, hat noch mal eine andere Dimension. Ich habe versucht es in annähernd Bildern festzuhalten. 

Kurze Zeit später sind wir in Blairmore angekommen. Am Ortsende auf der anderen Seite des Flusses liegt unser Campground. Dieser wird von zwei Schweizern betrieben, die seit 14 Jahren in Kanada wohnen. Was soll ich sagen -> so muss ein Campground sein. Unser Wohnmobil steht 3 Meter weg vom Fluss und die Anlage ist sehr gepflegt und sauber.

Hier ist es heute etwas windig und frisch und deshalb haben wir uns schon zum Abendessen für ein Lagerfeuer entschieden. Warten bis es dunkel wird lohnt sich nicht, denn das ist hier erst gegen 22:30 Uhr.

Rouwen hat das erste Mal in seinem Leben Holz gehackt und das unter erschwerten Bedingungen, denn der Holzscheit stand am Boden. Es hat gut funktioniert und wir hatten ein schönes Lagerfeuer.

03Juni
2017

Calgary

Wie gestern schon geschrieben, haben wir unser Motorhome heute stehen lassen und sind von unserem Campingplatz aus öffentlich nach Calgary.

Der Campground bietet einen Shuttle zur Bus-Station an. Nachdem es aber nur ein Fußweg von ca. 15 Minuten ist und der Shuttle ohnehin erst ab 10 Uhr fährt sind wird zu Fuß zur Bushaltestelle.

Dort stand dann auch schon der Bus 408 welcher uns zur Bahnstation in Brentwood bringen sollte. Der Fahrer meinte aber, dass er erst noch eine andere Tour machen muss und erst in ca. 30 Minuten wieder zurück ist. Also, haben wir die Gelegenheit für eine Sightseeing-Tour genutzt und sind mit dem Bus in die anderen Vororte gefahren. Ca. 1 Stunde später waren wir dann am Zug. Dort hatten wir mehr Glück und der Zug stand schon bereit und ca. weitere 15 Minuten später waren wir an der Central Street. Der Calgary-Tower (auf den man natürlich gegen entsprechendes Entgelt auch hochfahren kann) befindet sich in direkter Nähe und dient als guter Ausgangspunkt Downtown Core.

Im Vorfeld hatten wir gelesen, dass sich in Downtown Calgary zusätzlich zu den Wegen sog. +15 Skywalks befinden. Das sind Übergänge, die über eine Strecke von 6 km Gebäude miteinander verbinden. Eigentlich nicht Gebäude sondern Shopping-Center. Eine, wie bei uns übliche, Einkaufsstraße mit Geschäften und Schaufenstern gibt es so also nicht.

Interessant für uns waren jedoch nicht die Shopping-Center, sondern dass darin auch ein tropischer Garten angelegt wurde. Man soll nicht merken, dass der Garten nicht im Freien ist. Leider ist dieser wegen Renovierungsarbeiten gerade geschlossen.

Die Stephens Avenue ist eine adrette Straße mit vielen Restaurants und Bars, welche am Morgen natürlich noch zu hatten.

Downtown selbst war wie auch schon in Vancouver sehr verlassen. Scheinbar ist es hier nicht üblich sich in der Innenstadt aufzuhalten. Sogar der Starbucks schließt am Samstag um 15 Uhr (und dass, wo ich so gerne einen Espresso wollte...).

Wir sind also weiter zu einer Empfehlung unserer Reiseführers, dem Eau Claire Market. Wir dachten, dass es dort ähnlich schön ist wie der auf Granville Island in Vancouver. Uns hat es überhaupt nicht gefallen. Eine Halle mit ein paar Geschäften die handgemachte Dinge herstellen, allerdings alles ohne Flair.

Vor dem Market ist ein großer Platz auf dem ein Singschule ihre Künste präsentiert hat. Dort haben wir eine Weile gelauscht und dabei diesen schönen Hinweis auf Olympia und den olympischen Geist entdeckt.

Direkt von dort geht es über eine Brücke nach Princess Island.

Ein schön angelegter Park zum Verweilen und Spazierengehen und aktuell mit Gänsebabies.

Das River Cafe, bekannt für seine gute Qualität an Essen (organic Food!!!) und seiner schönen Sonnenterrasse ist gleich in der Nähe der Brücke. Nachdem wir eine Pause gut gebrauchen konnten, haben wir es uns dort gemütlich gemacht und leckeres Brot mit Humus und geröstetem Knoblauch gegessen.

An jeder Ecke wird in Kanada auf die 150 Jahr-Feier hingewiesen, diese fanden wir bisher am schönsten.

Auf dem Rückweg hatten wir mehr Glück und der Bus ist direkt vom Bahnhof zu unserer Station gefahren, so dass wir in etwa 1 Stunde zurück am Campground waren.

Am Abend haben wir es uns mit einem selbst gegrillten Sirlion-Steak vom Angus Rind und einem Dosenbier gutgehen lassen.

02Juni
2017

Eiskalter Lake Louise

Gefahrene Kilometer: 177
Start: Lake Louise
Ziel: Calgary
Campground: Calgary West Campground

Unser heutiges Vorhaben war der Trail von Lake Louise Village zum Lake Louise und danach weiter zum Lake Agnes um dort im Teahouse gemütlich Kaffee zu trinken.

Im Visitor Center haben wir unser Wohnmobil abgestellt und uns nach dem Weg erkundigt. Dabei wurde unser zweites Vorhaben gleich zu Nichte gemacht. Der Weg zum Lake Agnes ist aufgrund Schnee noch nicht begehbar und das Teahouse hat daher auch noch nicht geöffnet. 

Zum Lake Louise kann man auch mit dem Auto fahren oder sich vom Visitor Center aus shutteln lassen, wir haben es dann doch vorgezogen zu laufen. Es führt der Trail mit der Nr. 3 (Tramline) ab der Heritage Rail Station hinauf zum See. Es ist ein schöner Waldweg der sich sehr moderat nach oben schlängelt. Ungefähr nach einer halben Stunde kreut sich der Weg mit dem Louise Creek Trail und man kann am Wasser entlang hochlaufen. Die Entscheidung war schnell für das Wasser getroffen. Gut eine Stunde später, waren wir am Parkplatz und zu meiner großen Freude stand da mein Lieblingsauto. Eben weil ich es nicht mitnehmen darf, musste eine Erinnerungsfoto sein.

 

Der Reiseführer rät den Lake Louise am Vormittag zu besuchen, da er am Nachmittag meist total überlaufen ist. Trotz der frühen Uhrzeit (ca. 10:15) war schon einiges los, aber noch im erträglichen Rahmen.

Der Lake Louise ist wirklich atemberaubend schön, gar nicht so sehr der See selbst, aber das Panorama. Er ist umrahmt von mehreren Glätschern, die den See auch mit Wasser speisen. Der See ist 70 Meter tief und aufgrund des Gletscherwassers auch im Sommer nur maximal 10° warm bzw. kalt.

Auf dem Rückweg ist mir noch ein Squirrel vor die Linse gehüpft und ich konnte einfach nicht widerstehen.

Danach ging es knapp 60 km auf dem TCH weiter nach Banff. Der Ort liegt noch im Nationalpark und es gibt nur einen Campground oberhalb vom Banff im Tunnel Mountain. Als wir dort ankamen, waren nur noch Plätze für Wohnmobile bis 24 FT frei, also nicht für unser Riesenschiff. Wir haben also wieder unser Plan umgeschmissen, sind wieder zurück in den Ort und haben uns erst mal ein bisschen Banff angesehen und dann eine gemütliche Stunde im Starbucks verbracht, leckeren Süßkram gegessen und Kaffee getrunken und geblogt. Denn die letzten Tage war nichts mit WLAN.

Banff ist ein touristischer aber dennoch sehr schöner Ort. Es wird Wert darauf gelegt, trotz der Souvenirshops an der Hauptstraße den ursprünglichen Stil beizubehalten.

Nachdem es bis Calgary auf dem TCH nur noch ca. 130 km sind, haben wir uns entschieden noch heute dorthin zu fahren. Für eine kurze Zeit haben wir noch mal die Aussicht auf die Rocky Mountains genossen, bevor es ca. 90 km vor Calgary wieder ins Flachland und in unendliche Weiten überging.

Der von uns ausgewählte Campground liegt im Westen, also von Banff aus, vor Calgary und man hat die Möglichkeit per Bus und Bahn in die Stadt zu fahren.

Außerdem hat man einen guten Blick auf die Olympiasprungschanze. 

01Juni
2017

Der Icefield-Parkway

Gefahrene Kilometer: 248
Start: Jasper
Ziel: Lake Louise
Campground: Lake Louise Trailer Campground

In keinem unserer beiden Reiseführer hatten wir gelesen, dass es auf dem Icefield Parkway zwischen Jasper und Lake Louise nur einen Campground gibt, auf welchem man mit Wohnmobilen über 25 Ft. stehen darf. Also haben wir gestern unsere Planung über den Haufen geworfen und uns als Tagesziel heute Lake Louise im Banff Nationalpark vorgenommen.

Die ganze Strecke fährt man den Icefield Parkway (Highway 93 South) entlang. Dieser an sich ist schon ein Erlebnis, da man auf einer Hochgebirgsstraße in den Rocky Mountains unterwegs ist und man aus dem Stauen nicht mehr rauskommt. Dennoch gibt es viele Haltepunkte, bei denen man entweder nur schauen oder wandern kann.

Wir haben uns für folgende entschieden:
Valley of The Five Lakes; Athabasca Falls; Columbia Icefield, Mistaya Canyon; Peyto Lake

Gleich als wir am Campingplatz zu unserem ersten Stop losgefahren sind, haben wir Rehe am Straßenrand entdeckt. Alle Autos haben angehalten und Fotos gemacht. Man nimmt, was man kriegt.

Valley of The Five Lakes

Das ist ein Looptrail mit ca. 5 km Länge um 5 sehr schöne Waldsehen. Der Weg führt durch den Wald und es geht immer wieder leicht rauf und runter, trotzdem für jedermann zu machen.

Bevor wir den ersten See gesehen haben, ist uns dieses Eichhörnchen vor die Kamera gesprungen.

Hier ein paar Eindrücke der Seen.

Auf unserem weiteren Weg haben wir dann endlich Bären gesehen. Ganz gemütlich stand einer auf der anderen Straßenseite und hat nach Futter gesucht. Nur ein paar hundert Meter weiter war auf der anderen Straßenseite noch mal ein Bär und dieser hat sich dann auch entschlossen, direkt vor unserem Auto, die Straße zu überqueren.

Die Bären sind ziemlich arrogant und müssen noch lernen, nicht nur ihre Seite oder ihren Hintern zu zeigen. Aber wir haben ja noch ein bisschen Zeit und dann erwische ich noch einen von Vorn :-)

Athabasca Falls

Diese Wasserfälle sind nur 25 Meter hoch und dennoch sehr beeindruckend. Es ist ohnehin nur ein sehr kurzer Abstecher. Parken, 2 Minuten hinlaufen, fotografieren und wieder weg.

Columbia Icefield                                                                                          

Im Reiseführer groß angekündigt und als unbedingt sehenswert eingestuft. Wir waren schon beim Hinfahren nicht sehr beeindruckt. Im Visitor Center kann man dann für sehr teures Geld Fahrten mit dem BigFoot buchen und sich direkt auf den Gletscher fahren lassen. Uns war es das Geld nicht wert. Man kann ein Stück zu dem Gletscher laufen und diese Variante haben wir bevorzugt. Allerdings war es ziemlich kalt und windig.

Mistaya Canyon

Hier ist die Kraft der Natur zu sehen. Der Mistaya River hat sich seinen Weg durch Kalksteinfelsen gebahnt. Vom Parkplatz ist es nur ein sehr kurzer Weg zu dem Canyon, aber trotzdem sehenswert.

Peyto Lake

Dieser See ist laut Reiseführer ein absolutes Muss, da der See durch das Gletscherwasser eine türkise Färbung hat. Wir also zum Parkplatz und los. Na ja, nicht ganz ohne Zögern denn der komplette Weg ging durch Schnee und so richtig auf eine Schneetour waren wir nicht eingestellt.

Uns wurde aber versichert, dass man das Hinauf mit unserem aktuellen Schuhwerk (Turnschuhe!!!) schon schafft, runter könnte ein bisschen rutschig werden. Egal, jetzt waren wir schon mal da und runter kommt man ja bekanntlich immer.

Nach gut 20 Minuten bergauf gibt es einen Viewpoint auf den See. Wirklich sehr beeindruckend, da der See nicht nur wunderschön türkis ist, sondern im Moment auch noch teilweise zugefroren ist.

Der Rückweg hat dann etwas Konzentration gebraucht, aber eigentlich war es gar nicht so schlimm. Das steilste Stück sind wir seitlich auf den Schuhen gerutscht. Das erschien uns am sichersten und so sind wir heil unten angekommen.

Ich wollte auch noch ein Bild von mir im Schnee und bin dann doch tatsächlich eingebrochen. Dass der Schnee noch so tief ist, hätte ich nicht gedacht. Lustig war es trotzdem und die Schuhe waren ohnehin schon nass.

Hier noch ein paar Bilder und Eindrücke vom faszinierenden Icefield Parkway.

Am späten Nachmittag sind wir in Lake Louise auf unserem Campground angekommen. Dieser ist wieder schön im Wald gelegen und anders als im Jasper Magazin angegeben, haben alle Campsites Strom.