Mit dem Camper in Canada

Wir sind wieder on tour!

29Mai
2017

Tag der Wasserfälle

Gefahrene Kilometer: 219
Start: Paul Lake Provincial Park
Ziel: Wells Gray Provincial Park
Campground: KOA Clearwater

Heute Morgen haben wir festgestellt, dass wir zwar autark sind, dafür aber ziemlich Krach machen müssten. Wir haben einen Stromgenerator an Bord, aber es erschien uns etwas unfair diesen einzuschalten, nur damit wir unsere Bagles toasten können. Also gab es ungetoastete Bagles zum Frühstück -> braucht man nicht wirklich.

Als Tagesziel stand der Wells Gray Provincial Park auf dem Programm. Dort gibt es einen der höchsten Wasserfälle Kanadas, die Helmcken Falls. Auf dem Weg zum Park gibt es in Clearwater ein Visitor Center. Dort haben wir uns erst mal mit einer Karte und Tipps versorgt. Gleich gegenüber ist der KOA Campground. Von hier sind es noch rund 40 km bis zum Parkeingang.

Unser erster Stop war nach ca. 10 km bei den Spahats Falls. Vom Parkplatz aus, sind es nur wenige hundert Meter bis zu den Falls. Wasserfälle sind für mich wirklich beeindruckend. Bei diesem hat sich das Wasser den Weg durch den Stein gesucht.

Nach 1,5 Stunden Fahrt war uns aber nach etwas mehr Bewegung und es war ein 1 km Trail wohin auch immer ausgeschildert. Wir haben noch nie so lange für einen Kilometer gebraucht, denn der Trail war wegen der vielen umgestürzten Bäume auf dem Pfad eher ein Hindernis-Parkour.

Danach ging es weiter in den Park. Der Parkeingang ist, wie in Nordamerika üblich, durch ein eigenes kleines Bauwerk gekennzeichnet.

Unser nächster Stop waren die Moul Falls. Vom Parkplatz gibt es einen Trail mit einer angegebenen Gehzeit von 2 Stunden (hin und zürück). Leider ist der Parkplatz sehr klein und wir hatten keinen Platz mit unserem Riesengefährt. Also ging es gleich weiter zum eigentlichen Ziel des Tages, die Helmcken Falls.

Auch hier haben wir uns für die Variante "Gehen" entschieden. Der South Rim Trail ist mit 8 km und 3 Stunden Gehzeit (hin und zurück) angegeben. Der Weg führt durch den Wald und ist sehr schön schattig, was bei den heißen Temperaturen heute wirklich angehen war.

Der Reiseführer für den Westen der USA hat auch vor Moskitos gewarnt und gesehen haben wir keine einzige. Die Warnung im Reiseführer für British Columbia haben wir deswegen großzügig ignoriert. Heute wurden wir bei Betreten des Weges gleich mehrfach gestochen. Also haben wir unser Tempo erhöht und ständig mit den Armen gewedelt, um nicht gestochen zu werden. Auf dem Weg kamen uns sehr nette Menschen entgegen, die unsere kläglichen Bemühungen gesehen und uns ihr Moskito-Spray angeboten haben. Danach war es erträglich, zumindest so lange wir in Bewegung waren.

Auf dem Weg zu den Falls sind wir auf ein mal vor einem bestimmt noch 1 Meter hohen Schneefeld gestanden. Echt skurril bei einer Außentemperatur von über 30 Grad und sonst kein Schnee weit und breit.

 Kurz danach wurden wir mit einem grandiosen Blick auf den Wasserfall, samt Regenbogen, belohnt.

Zurück am Campground haben wir uns erst mal gemütlich eingerichtet und im Shop ein Moskitospray gekauft.

Unser Nachbar ist mal mit einem richtigen Wohnmobil unterwegs. Das entspricht schon eher einer fahrenden Zweizimmerwohnung mit Motorrad, Auto und Fahrrädern. 

Im Vergleich dazu, ist unser Wohnmobil eher klein :-)